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Geschrieben von: Denise Schubert
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Freitag, 09. Oktober 2009 um 21:55 Uhr |
Prügelstrafe gefährdet geistige Entwicklung Das Kinder, die häufig geschlagen oder gar geprügelt werden, seelische Wunden davontragen, ist lange bekannt, wenn auch nicht von jedermann anerkannt. Eine aktuelle Langzeitstudie der Universität von New Hampshire zeigt nun eine weitere Folge der Prügelstrafe auf: Der Einsatz der Prügelstrafe wirkt sich auf die geistige Entwicklung des Kindes aus. Wer in der Kindheit geschlagen wurde, hat selbst noch Jahre später einen niedrigeren Intelligenzquotienten als Kinder, die gewaltlos erzogen wurden.
Die auf der International Conference of Violence, Abuse and Trauma in San Diego vorgestellte Studie untersuchte den Intelligenzquotient von 1510 Kindern im Alter von 2 bis 9 Jahren. Festgestellt wurde eine signifikante Verbindung zwischen IQ und der Häufigkeit mit der die Kinder Schlägen ausgesetzt wurden. Studienleiter Murray Straus folgert:
"Je häufiger Kinder geschlagen werden, desto langsamer verläuft die Entwicklung ihrer geistigen Fähigkeiten."
Wie er weiter ausführte, können bereits wenige Schläge Auswirkungen haben.
Stresserlebnis Prügel Auslöser der langsameren Entfaltung des geistigen Potentials sind die mit der Prügelstrafe einhergehenden chronischen Stresserlebnisse des Kindes. Frühere Forschungen belegten bereits die Verbindung des Post-traumatischen-Stress-Syndroms zu einem verringerten IQ. Dieser Sachverhalt hinterlässt laut Straus' Studien weit über die Lebenswelt des Einzelnen hinaus noch Spuren. Eine international angelegte Studie mit 17404 Studenten deckte einen direkten Zusammenhang zwischen Prügelstrafe und IQ auf:
Je stärker verbreitet die Prügelstrafe in einem Land ist, desto niedriger ist der jeweilige durchschnittliche Intelligenzquotient. Am deutlichsten trat diese Beziehung bei Personen auf, die bis ins Teenageralter hinein häufig geschlagen wurden.
Kritische Betrachtung der Studie Wie jede Studie gibt es auch hier Kritikpunkte. Ein entscheidender Punkt ist hierbei die Definition von "Prügelstrafe", die sowohl individuell wie auch kulturell deutlich verschieden ausfällt. Zum anderen ist das Konzept des Intelligenzquotienten bis heute in vielerlei Hinsicht anfechtbar, soweit, das einige Forscher den IQ als Bewertungskriterium sogar völlig ablehnen. Zudem wird der IQ leicht als "Qualitätsmerkmal" einer Person angesehen, wobei der Begriff im Kern lediglich versucht, intellektuelles Potential zu beschreiben. Zu beachten ist außerdem, dass auch psychische Gewalt deutliche Auswirkung auf die Entwicklung eines Kindes, und somit auch seinen IQ, hat.
Trotz dieser Kritikpunkten bleiben Murray Straus' Worte gültig: "Alle Eltern wollen smarte Kinder. Die [obige] Forschung zeigt, dass das Korrigieren von Fehlverhalten ohne die Prügelstrafe ihnen helfen kann, das zu erreichen."
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